Ein Hund erhält eine Impfung gegen Leishmaniose beim Tierarzt.

Leishmaniose-Impfung für Hunde

Eine Impfung gegen Leishmaniose ist keine Pflicht. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin¹ stuft die Impfung aber bei manchen Urlaubszielen als sinnvoll ein.

Inhaltsverzeichnis

💡Das Wichtigste zur Impfung gegen Leishmaniose bei Hunden auf einen Blick

  • Leishmaniose: Diese Erkrankung ist eine von Parasiten verursachte Infektionskrankheit, die durch Sandmücken übertragen wird und in manchen Fällen tödlich enden kann.
  • Pflicht: In Deutschland gibt es keine Impfpflicht für Hunde. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet)² empfiehlt jedoch eine Impfung für Hunde, die in endemischen Regionen leben oder dorthin mitgenommen werden.
  • Impfrhythmus: Die Grundimmunisierung ist je nach Impfstoff nach einer Injektion (Letifend) oder zwei Anwendungen im Abstand von zwei Wochen (NeoLeish) erreicht. Aufgefrischt wird danach jährlich (Letifend) oder alle sechs Monate (NeoLeish), sofern der Impfschutz gegen Leishmaniose aufrechterhalten bleiben soll.³
  • Kosten: In der über petolo verfügbaren Hundekrankenversicherung steht Hundebesitzerinnen und Hundebesitzern je nach Tarif ein Gesundheitsbudget von bis zu 120 € pro Jahr zur Verfügung, das für die Impfkosten verwendet werden kann.

Was ist Leishmaniose und wann sollte Ihr Hund dagegen geimpft werden?

Leishmaniose ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch Leishmanien auf Menschen und Tiere übergeht. Die Krankheit wird in der Regel durch den Biss von Sandmücken übertragen und kann für Mensch und Tier zum Tode führen.⁴ In Fachkreisen nennt sich der übertragbare Einzeller auch Leishmania infantum und ist eine Gattung der Leishmanien.

In Deutschland sind aktuell mehrere Impfungen für Hunde gegen Leishmaniose zugelassen. Es handelt sich hierbei um neue Impfungen, die Ihren Hund vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Eine Impfung gegen Leishmanien gilt als Non-Core-Impfung. Sie wird nur dann empfohlen, wenn Sie mit Ihrem Hund in endemischen Regionen leben oder ihn dorthin mitnehmen.

In folgenden Regionen ist eine Infektion für Mensch und Tier u. a. wahrscheinlich:

  • Frankreich
  • Spanien
  • Portugal
  • Italien
  • Griechenland
  • Kroatien
Eine Karte zeigt, in welchen Gebieten Leishmaniose verbreitet ist.
💡
Unser Tipp: In unserem Ratgeber können Sie sich ausführlich über alle wichtigen Impfungen für Ihren Hund informieren.

Wie wirkt die Impfung gegen Leishmaniose bei Hunden?

Die Impfung gegen Leishmania infantum regt das Immunsystem an, Antikörper gegen die Erreger zu produzieren. Jedoch können die Antikörper die Erkrankung der Parasiten nicht vollständig heilen. Lediglich die Symptome und der Krankheitsverlauf werden gelindert. Die Produktion der Antikörper kann im Einzelfall bei einer Leishmaniose-Impfung zu Nebenwirkungen führen.

Damit sich das Immunsystem an den Krankheitserreger erinnert, benötigt Ihr Hund eine jährliche Auffrischungsimpfung. Diese ist aber nur von Bedeutung, wenn Sie Ihren Vierbeiner regelmäßig in endemische Gebiete mitnehmen.

Kann sich mein Hund trotz Impfung gegen Leishmaniose anstecken?

Ihr Hund kann sich auch nach einer Impfung mit aktivem Impfschutz mit Leishmaniose anstecken. Der beste Schutz gegen den Erreger und eine Infektion ist eine Kombination zwischen Impfung und einem Spot-On oder Halsband mit Insektiziden. So werden die lästigen Mücken abgewehrt und die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Hund gestochen wird, sinkt.

Außerdem empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin,⁵ Ihren Hund über Nacht in geschützten Innenräumen unterzubringen, um die Ansteckungsgefahr weiter zu reduzieren. Weiterhin sollen feinmaschige Moskitonetze (< 4 mm Maschenweite) an Türen und Fenstern eine Verbreitung der Krankheit eindämmen, indem Mücken aus Innenräumen ausgeschlossen werden.

Leishmaniose-Impfung: Diese Nebenwirkungen gibt es

Nach der Injektion können bei einigen Hunden vorübergehende lokale Reaktionen auftreten, darunter:

  • Schwellung
  • Verhärtung (Knötchenbildung)
  • Schmerzen bei Berührung
  • Rötung

Diese Reaktionen lösen sich normalerweise innerhalb von 2 Tagen bis 2 Wochen von selbst auf. Andere vorübergehende Symptome nach der Impfung gegen Leishmaniose können sein:

  • Erhöhte Körpertemperatur (Hyperthermie)
  • Apathie (Mangel an Vitalität)
  • Verdauungsstörungen, die 1 bis 6 Tage dauern können.

Allergische Reaktionen sind selten und erfordern eine angemessene symptomatische Behandlung.⁶ Suchen Sie bei starken Reaktionen umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt auf.

💡
Unser Tipp: Wenn Sie die Symptome Ihres Haustiers von einem Fachmann überprüfen lassen möchten, können Sie Ihrem Tier den Weg zur Tierarztpraxis ersparen. Mit der Videosprechstunde mit Online-Tierärztinnen und -Tierärzten ist eine erste Untersuchung Ihres Vierbeiners sogar ohne vorherigen Termin in der Tierarztpraxis möglich. Über die Kamera Ihres Smartphones oder Tablets kann eine erfahrene Tierärztin oder ein erfahrener Tierarzt Ihr Tier sorgfältig begutachten. Sollte ein persönlicher Besuch vor Ort empfohlen werden, werden Sie und Ihr Hund schnellstmöglich an eine Tierarztpraxis Ihrer Wahl verwiesen. Das Beste daran: Die Videosprechstunde mit Online-Tierärztinnen und -Tierärzten ist in allen drei Tarifen der über petolo verfügbaren Hundekrankenversicherung enthalten.

Impfrhythmus der Leishmaniose-Impfung: Wie oft muss mein Hund geimpft werden?

Zurzeit sind in Deutschland die Impfstoffe Letifend und NeoLeish zugelassen. Der früher verwendete Impfstoff CaniLeish hat keine Zulassung mehr. Bei beiden aktuellen Impfstoffen dürfen Hunde frühestens ab einem Alter von 6 Monaten geimpft werden.

Die Grundimmunisierung unterscheidet sich je Impfstoff: Bei Letifend genügt eine einzige Injektion unter die Haut, bei NeoLeish sind 2 Anwendungen im Abstand von 2 Wochen nötig – NeoLeish wird nicht gespritzt, sondern in die Nase gegeben, je eine halbe Dosis pro Nasenloch. Für NeoLeish muss der Hund vorher negativ auf Leishmanien getestet sein. Wer vor dem Urlaub geschützt sein möchte, sollte früh genug anfangen: Bei Letifend beginnt die Immunität 4 Wochen nach der Impfung. Rechnen Sie also mindestens 1 Monat Vorlauf ein, bei NeoLeish wegen der 2. Anwendung entsprechend mehr.

Wie oft aufgefrischt wird, hängt vom Impfstoff ab: Letifend 1-Mal jährlich, NeoLeish alle 6 Monate. Fragen Sie in der Praxis nach, welcher Impfstoff verwendet wurde – der Rhythmus unterscheidet sich um den Faktor 2.

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Unser Tipp: Erfahren Sie mehr über weitere sinnvolle und wichtige Impfungen für Hunde in unseren weiterführenden Ratgebern:

Kosten einer Leishmaniose-Impfung für Hunde

Ein Hund wird gründlich beim Tierarzt untersucht.

Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)⁷ legt die allgemeinen Richtlinien für Tierarztkosten fest. Dennoch haben Tierärztinnen und Tierärzte einen gewissen Spielraum bei der Festlegung der Preise für ihre Leistungen. Die Kosten für eine Behandlung können variieren und reichen von 1-fachen bis zu 3-fachen Gebührensätzen. Ein höherer Gebührensatz kann aufgrund außergewöhnlicher Umstände festgelegt werden, wie beispielsweise einem unruhigen Hund, einer Behandlung zu ungewöhnlichen Zeiten (abends oder am Wochenende) oder einem erhöhten Zeitaufwand.

Die Kosten für eine Leishmaniose-Impfung bei Hunden setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen:

Leistung 1-facher
GOT-Satz
2-facher
GOT-Satz
3-facher
GOT-Satz
Allgemeine
Untersuchung
des Hundes
23,62 € 47,24 € 70,86 €
Ablesen einer
Kennzeichnung,
z.B. Tätowierung,
Transponder, Ohrmarke
4,59 € 9,18 € 13,77 €
Injektion 11,50 € 23,00 € 34,50 €
Impfbescheinigung 6,16 € 12,32 € 18,48 €
Entgelt für angewandte
und abgegebene
Arzneimittel
Variieren Variieren Variieren
Entgelt für
Verbrauchsmaterialien
Variieren Variieren Variieren

Werden die Kosten von der Hundekrankenversicherung übernommen?

Wenn Sie eine Hundekrankenversicherung abgeschlossen haben, müssen Sie die Kosten für die Impfung Ihres treuen Begleiters gegen Leishmaniose normalerweise nicht alleine tragen. Wir verstehen, wie wichtig es ist, Ihren Hund bestmöglich vor solchen Erkrankungen und Erregern zu schützen. Daher übernehmen wir die Kosten für die Leishmaniose-Impfung Ihres Hundes, damit Sie sich um finanzielle Themen keine Gedanken machen müssen. Je nach Tarif können Sie sich auf eine Kostenübernahme von bis zu 120 € pro Jahr im Rahmen unseres Gesundheitsbudgets verlassen.

Abgesehen von den Impfkosten schützt Sie die von petolo vermittelte Hundekrankenversicherung auch vor vielen anderen Tierarztkosten für Ihren Hund. Wir bieten einen umfassenden Schutz, der sowohl Operationen als auch sonstige tierärztliche Behandlungen abdeckt.

Überzeugen Sie sich selbst und finden Sie den Tarif der über petolo erhältlichen Hundekrankenversicherung, der am besten zu Ihnen und Ihrem Liebling passt:

Die petolo Hundekrankentarife im Überblick

Fazit: Leishmaniose kann für Ihren Hund gefährlich werden

Nehmen Sie Ihren Hund bei einem Urlaub zum Mittelmeer oder auch auf das Festland der angrenzenden Länder mit, ist eine Impfung gegen Leishmaniose sinnvoll. Jedoch sollten Sie bedenken, dass Ihr Vierbeiner weiterhin mit der Krankheit infiziert werden kann. Um die Wahrscheinlichkeit eines Infekts zu minimieren, sind weitere Prophylaxen wie Spot-Ons hilfreich.

Sind regelmäßige Ausflüge mit dem Hund in endemische Gebiete geplant, können Sie sich auf eine jährliche Impfung und damit einhergehend jährliche Zahlungen einstellen. Um die dauerhafte Belastung der eigenen Urlaubskasse zu schonen, können Sie sich als Kundin oder Kunde von petolo um eine finanzielle Entlastung von bis zu 120 € pro Jahr für Impfungen freuen. Und vergessen Sie nicht die weiteren zahlreichen Vorteile und Leistungen der Hundekrankenversicherung.

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Häufige Fragen zur Leishmaniose-Impfung beim Hund

Wie lange hält eine Leishmaniose-Impfung beim Hund?

Bei Letifend hält der Impfschutz 1 Jahr. Die Immunität beginnt 4 Wochen nach der Impfung und ist für 1 Jahr nachgewiesen. Bei NeoLeish erfolgt die Auffrischung alle 6 Monate. Welcher Impfstoff verwendet wurde, steht im Impfpass.

Wie gefährlich ist Leishmaniose für Hunde?

Leishmaniose kann für Hunde lebensgefährlich sein und tödlich verlaufen. Die Systemerkrankung kann sich unter anderem durch Haut- und Krallenveränderungen, Gewichtsverlust, Fieber und geschwollene Lymphknoten zeigen sowie Nieren, Augen und Gelenke befallen. Sie ist behandelbar, in der Regel aber nicht heilbar, da der Erreger im Körper verbleibt.

Was muss jährlich geimpft werden bei einem Hund?

Bei den Core-Impfungen wird die Leptospirose in der Regel jährlich aufgefrischt. Staupe und Parvovirose werden je nach Impfstoff in Abständen von 1 bis 3 Jahren aufgefrischt. Bei vielen Non-Core-Impfungen ist ebenfalls ein jährlicher Rhythmus üblich; bei der Leishmaniose gilt das für Letifend, während NeoLeish halbjährlich aufgefrischt wird.

Quellenangaben:
¹https://www.fli.de/de/aktuelles/kurznachrichten/neues-einzelansicht/aktuelle-impfempfehlungen-der-stiko-vet-fuer-kleintiere-und-wiederkaeuer/

²https://www.fli.de/de/aktuelles/kurznachrichten/neues-einzelansicht/aktuelle-impfempfehlungen-der-stiko-vet-fuer-kleintiere-und-wiederkaeuer/

³https://www.fli.de/de/aktuelles/kurznachrichten/neues-einzelansicht/aktuelle-impfempfehlungen-der-stiko-vet-fuer-kleintiere-und-wiederkaeuer/

https://www.msf.ch/de/unsere-arbeit/krankheiten/viszerale-leishmaniose

https://www.fli.de/de/aktuelles/kurznachrichten/neues-einzelansicht/aktuelle-impfempfehlungen-der-stiko-vet-fuer-kleintiere-und-wiederkaeuer/

https://www.ema.europa.eu/en/medicines/veterinary/EPAR/canileish

https://www.bundestieraerztekammer.de/tieraerzte/beruf/got/

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