Vogelgrippe bei Hunden und Katzen: Symptome, Behandlung & Prävention
Ist die Vogelgrippe gefährlich für Hunde und Katzen? Diese Frage stellen sich derzeit viele Haustierhalterinnen und Haustierhalter. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie sich Haustiere infizieren können, welche Symptome auftreten und wie Sie im Ernstfall richtig reagieren.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste zur Vogelgrippe bei Hunden und Katzen in Kürze
- Ansteckung: Hunde und Katzen können sich mit der Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, anstecken – zum Beispiel durch den Kontakt mit kranken Vögeln oder das Fressen von rohem Geflügel. Besonders Freigänger-Katzen sind gefährdet, wenn sie infizierte Wildvögel jagen.
- Symptome: Die Symptome der Vogelgrippe bei Katzen sind oft schwerwiegend und reichen von Fieber über Atemnot bis zu neurologischen Ausfällen. Hunde zeigen meist mildere oder keine Krankheitsanzeichen, eine Infektion bleibt aber möglich.
- Behandlung: Eine gezielte Behandlung gegen das H5N1-Virus gibt es nicht. Tierärztinnen und Tierärzte setzen auf unterstützende Therapien. Bei Verdacht sollten Sie unverzüglich eine tierärztliche Praxis aufsuchen und andere Tiere fernhalten.
- Absicherung: Mit der von petolo vermittelten Tierkrankenversicherung können Sie Ihr Haustier im Krankheitsfall umfassend absichern. Alle Tarife beinhalten Gesundheits- und SOS-Budgets sowie die kostenlose Videosprechstunde mit Online-Tierärztinnen und -Tierärzten.
Ausbreitung der Vogelgrippe in Deutschland seit Herbst 2025: Sind Haustiere in Gefahr?
Auch in Deutschland wurden inzwischen Fälle der Vogelgrippe bei Haustieren gemeldet – betroffen waren vor allem Katzen. Der Erreger vom Subtyp H5N1 sorgt seit Herbst 2025 wieder für Schlagzeilen, da sich das Virus in mehreren Regionen bei Wildvögeln nachweisen ließ. Fachleute stufen das Risiko für Hunde derzeit als gering ein, sehen bei Katzen aber eine ernstzunehmende Gefahr.
Die Vogelgrippe, auch Aviäre Influenza oder Geflügelpest genannt, ist eine Virusinfektion, die vor allem bei Wild- und Nutzvögeln vorkommt. In seltenen Fällen kann sich das Virus auch auf andere Tiere übertragen. Besonders Katzen gelten als empfänglich für den Erreger, insbesondere den Subtyp H5N1. Bei ihnen kann die Erkrankung schwer verlaufen und im schlimmsten Fall tödlich enden. Hunde infizieren sich in der Regel seltener.
Wie gefährlich ist die Vogelgrippe für Hunde und Katzen?
Für Katzen stellt die Vogelgrippe ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Vor allem der Virustyp H5N1 kann bei infizierten Katzen schwere Krankheitsverläufe verursachen und in manchen Fällen sogar tödlich enden. Besonders gefährdet sind Freigänger, die Kontakt zu infizierten Vögeln haben oder rohes Fleisch fressen. Auch aus Ländern wie Polen wurden Fälle bekannt, bei denen sich Katzen über kontaminierte Nahrung infizierten.
Für Hunde wird die Vogelgrippe derzeit als deutlich weniger gefährlich eingestuft. Sie gelten als weniger empfänglich für das Virus, da sich die Erreger nur schwer in ihren Atemwegen festsetzen. Infektionen wurden bislang nur selten nachgewiesen – meist bei Tieren mit engem Kontakt zu Wildvögeln, etwa auf Bauernhöfen.
Wie erfolgt die Ansteckung mit der Vogelgrippe bei Hunden und Katzen?

Die Vogelgrippe kann auf Hunde und Katzen übertragen werden, wenn sie mit infizierten Tieren oder deren Umgebung in Berührung kommen. Dabei spielen vor allem bestimmte Situationen im Alltag eine Rolle, in denen sich das Virus verbreiten kann:
- Kontakt mit infizierten oder toten Vögeln: Wenn Hunde oder Katzen kranke Wildvögel jagen oder Kadaver fressen, besteht ein hohes Infektionsrisiko. Das betrifft vor allem Tiere mit Freigang oder starkem Jagdtrieb.
- Kontakt mit Ausscheidungen oder verunreinigten Flächen: Auch der Kontakt mit Vogelkot, Federn oder verschmutzten Oberflächen kann zur Übertragung führen, etwa beim Schnüffeln im Park oder im Garten.
- Fütterung von rohem Geflügel: Wird rohes oder nicht ausreichend erhitztes Geflügelfleisch verfüttert, kann das Virus darüber aufgenommen werden. Erst eine Erhitzung auf über 70 Grad Celsius macht das Fleisch sicher.
Welche Symptome zeigen Hunde und Katzen bei einer Vogelgrippe-Infektion?
Treten bei Hunden oder Katzen plötzlich gesundheitliche Veränderungen auf, kann das auf eine Infektion mit der Vogelgrippe hindeuten. Die Symptome unterscheiden sich je nach Tierart und können nach bisherigem Stand bei Katzen deutlich ausgeprägter sein als bei Hunden.
Typische Symptome der Vogelgrippe bei Katzen
- Fieber und auffällige Schwäche oder Teilnahmslosigkeit
- Katze zeigt Appetitlosigkeit oder deutlichen Gewichtsverlust
- Atemprobleme wie Husten, Atemnot oder häufiges Niesen
- Neurologische Auffälligkeiten wie Zittern bei der Katze, Krämpfe oder Koordinationsstörungen
- Entzündungen der Augen oder Nasenausfluss
- Katze hat Durchfall oder andere Verdauungsprobleme
- In einzelnen Fällen Gelbfärbung der Schleimhäute
Mögliche Symptome der Vogelgrippe bei Hunden
- Erhöhte Körpertemperatur beim Hund und Müdigkeit
- Weniger Interesse an Futter oder plötzliche Appetitlosigkeit beim Hund
- Leichter Nasenausfluss oder tränende Augen
- Allgemeine Antriebslosigkeit oder ungewöhnliches Verhalten
- In seltenen Fällen Atemprobleme oder Magen-Darm-Beschwerden
Die Vogelgrippe kann bei Katzen und in seltenen Fällen auch bei Hunden ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Bei konkretem Verdacht – zum Beispiel nach Kontakt mit infizierten Vögeln oder dem Auftreten schwerer Symptome – sollten Sie umgehend eine Tierarztpraxis aufsuchen. Die in allen petolo Tarifen enthaltene kostenlose Videosprechstunde mit Online-Tierärztinnen und -Tierärzten ist ideal für erste Einschätzungen bei allgemeinen Beschwerden, ersetzt bei dringendem Verdacht auf Vogelgrippe jedoch nicht den direkten Besuch in der Praxis.
Wie wird die Vogelgrippe bei Hunden und Katzen diagnostiziert?
Ob eine Katze oder ein Hund an der Vogelgrippe erkrankt ist, lässt sich nur durch eine tierärztliche Untersuchung und gezielte Labortests feststellen. Dabei wird sowohl der Gesundheitszustand beurteilt als auch gezielt nach dem Virus gesucht. Typische Diagnoseverfahren in der Tierarztpraxis sind:
- Klinische Untersuchung: Erste Hinweise liefert das Auftreten von Symptomen wie Fieber bei der Katze oder beim Hund, Atemnot oder neurologische Ausfälle. Bei Katzen wird besonders auf Krampfanfälle oder Gleichgewichtsstörungen geachtet.
- Abfrage der Vorgeschichte: Die Tierärztin oder der Tierarzt fragt nach möglichem Kontakt zu Wildvögeln oder rohem Geflügel, um das Risiko einer Infektion mit der Vogelgrippe besser einschätzen zu können.
- Probenentnahme: Mit Nasen- oder Rachenabstrichen sowie Blutproben (Serum) lassen sich Erreger im Körper nachweisen. Diese Proben werden ins Labor geschickt.
- Labortests: In der Regel kommen PCR-Tests zum Einsatz, um das Vogelgrippe-Virus H5N1 sicher zu identifizieren. In Einzelfällen kann auch eine Virusisolierung durchgeführt werden, die jedoch aufwendiger ist.
Wie wird die Vogelgrippe bei Hunden und Katzen behandelt?

Eine Infektion mit der Vogelgrippe kann bei Haustieren nicht gezielt mit antiviralen Medikamenten behandelt werden. Die Therapie konzentriert sich deshalb auf die Linderung der Symptome und die Stabilisierung des Gesundheitszustands. Bei einem konkreten Verdacht ist schnelles Handeln wichtig:
- Tierärztliche Untersuchung: Zeigt ein Tier nach Kontakt mit Wildvögeln oder rohem Geflügel auffällige Symptome, sollte umgehend eine Tierarztpraxis aufgesucht werden.
- Symptomatische Behandlung: Je nach Verlauf erhalten Hunde und Katzen unterstützende Maßnahmen wie Flüssigkeitszufuhr, fiebersenkende Medikamente oder Sauerstofftherapie bei Atemnot.
- Stationäre Versorgung: In schweren Fällen ist eine intensive Betreuung in einer Tierklinik notwendig, um das Tier bestmöglich zu stabilisieren.
- Keine spezifische Therapie: Aktuell stehen für Hunde und Katzen keine speziell gegen das H5N1-Virus zugelassenen Medikamente zur Verfügung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Verdacht auf Vogelgrippe können Untersuchungen, Diagnostik und Behandlungen schnell teuer werden. Die über petolo verfügbare Hundekrankenversicherung übernimmt je nach Tarif bis zu 100 % der Tierarztkosten für Ihren Hund – ganz ohne Wartezeit und bis zum 4-fachen Satz der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte. Suchen Sie sich aus den 3 Tarifen einfach den aus, der am besten zu Ihnen und Ihrem Vierbeiner passt.

Besonders bei Katzen kann eine Infektion mit der Vogelgrippe schwer verlaufen. Gut, wenn Sie für den Ernstfall vorgesorgt haben: Die von petolo vermittelte Katzenkrankenversicherung übernimmt bis zu 100 % der Tierarztkosten für Ihre Katze – je nach Tarif und bis zum 4-fachen GOT-Satz. Ob Vorsorge, Diagnostik oder Notfallversorgung: Ihre Samtpfote ist bestens abgesichert. Auch die kostenlose Online-Sprechstunde ist inklusive. Die Tarife von petolo bieten den Schutz und die Versorgung, die optimal zu Ihnen und Ihrem vierbeinigen Liebling passen.

Wie kann ich meinen Hund oder meine Katze vor einer Vogelgrippe-Infektion schützen?
Da es bislang keine gezielte Behandlung gegen die Vogelgrippe bei Hunden und Katzen gibt, ist Vorbeugung besonders wichtig. Mit einfachen Maßnahmen im Alltag können Sie das Risiko einer Ansteckung deutlich senken:
- Kontakt zu Wildvögeln vermeiden: Hunde in betroffenen Regionen sollten beim Spaziergang an der Leine bleiben. Katzen, vor allem Freigänger, sollten während eines Vogelgrippe-Ausbruchs besser im Haus bleiben.
- Keine rohen tierischen Produkte füttern: Verzichten Sie auf rohes Geflügel oder nicht pasteurisierte Milch. Diese können Viren enthalten, wenn sie nicht ausreichend erhitzt wurden.
- Hygiene nach dem Gassi gehen: Reinigen Sie Ihre Schuhe nach dem Spaziergang gründlich und waschen Sie sich die Hände, bevor Sie Ihre Tiere streicheln oder füttern.
- Sperrzonen beachten: In offiziellen Sperrgebieten gelten klare Regeln zum Freilauf. Diese dienen dem Schutz von Mensch und Tier und sollten unbedingt eingehalten werden.
- Haustiere im Blick behalten: Besonders bei Katzen sollten Symptome wie Fieber, Atemprobleme oder Verhaltensänderungen ernst genommen werden, da sie anfälliger für das H5N1-Virus sind.
Fazit: Vogelgrippe: Das sollten Haustierhalterinnen und Haustierhalter beachten

In Deutschland wurden zuletzt vermehrt Fälle von Vogelgrippe bei Haustieren gemeldet. Zwar ist das Risiko für Hunde weiterhin gering, für Katzen kann eine Infektion mit dem H5N1-Virus jedoch ernst verlaufen. Wer Wildvögel in der Umgebung beobachtet oder in einer betroffenen Region lebt, sollte besonders aufmerksam sein.
Die Symptome der Vogelgrippe bei Hunden und Katzen sind teils unspezifisch, reichen aber von Fieber und Atembeschwerden bis hin zu neurologischen Ausfällen, vor allem bei Katzen. Eine gezielte Therapie gibt es bisher nicht. Daher erfolgt die Behandlung durch Tierärztinnen und Tierärzte meist unterstützend, je nach Verlauf der Erkrankung.
Umso wichtiger ist es, vorzubeugen: Halten Sie Abstand zu Wildvögeln, füttern Sie kein rohes Geflügel und achten Sie auf Hygiene. Im Ernstfall hilft Ihnen die über petolo verfügbare Hunde- oder Katzenkrankenversicherung dabei, Tierarztkosten abzufedern und Ihr Haustier schnell und umfassend behandeln zu lassen.
Quellenangabe:
- https://www.ndr.de/ratgeber/vogelgrippe-wie-gefaehrlich-ist-virus-fuer-hunde-und-katzen-gefluegelpest,vogelgrippe-318.html
- https://www.findefix.com/haustier-tipps/vogelgrippe-ist-meine-katze-in-gefahr/
- https://biermann-medizin.de/brandenburg-katzen-mit-vogelgrippe-was-haustierhalter-beachten-sollten/
- https://www.vier-pfoten.de/unseregeschichten/presse/november-2025/so-gefaehrlich-ist-die-vogelgrippe-fuer-katzen-und-hunde
- https://www.medpets.de/vogelgrippe-haustiere
- https://tierarzt-karlsruhe-durlach.de/vogelgrippe-bei-katzen/