Eine Katze liegt in einem MRT-Scanner.

MRT bei der Katze: Kosten, Ablauf und Einsatzgebiete

Manche Erkrankungen bleiben auf Röntgenbildern oder im Ultraschall verborgen. Ein MRT kann dann wichtige Hinweise liefern und Veränderungen an Gehirn, Rückenmark oder Weichteilen sichtbar machen. Erfahren Sie, was ein MRT bei der Katze kostet, wie die Untersuchung abläuft und wann sie sinnvoll ist.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zum MRT bei der Katze in Kürze

  • Definition: Ein MRT (Magnetresonanztomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das mithilfe von Magnetfeldern detaillierte Aufnahmen aus dem Körperinneren erstellt.
  • Wann sinnvoll: Ein MRT bei einer Katze wird vor allem bei neurologischen Beschwerden wie Krampfanfällen oder Gleichgewichtsstörungen eingesetzt. Auch bei chronischem Schnupfen sowie unklaren Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark liefert die Untersuchung häufig wichtige Erkenntnisse.
  • Ablauf und Kosten: Die Untersuchung dauert meist 30 bis 60 Minuten und erfolgt unter Narkose. Die Kosten für ein MRT bei einer Katze liegen laut der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) zwischen 700 € und 2.100 €. Einschließlich Narkose und Voruntersuchungen fällt die Gesamtrechnung höher aus.
  • Katzenkrankenschutz: Mit den über petolo verfügbaren Katzenkrankentarifen ist ein medizinisch notwendiges MRT als Heilbehandlung je nach Tarif bis zu 100 % abgesichert.

Was ist ein MRT bei der Katze?

Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, ist ein bildgebendes Verfahren, das mit starken Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Anders als beim Röntgen oder bei der Computertomographie entstehen dabei keine Röntgenstrahlen – und damit keine Strahlenbelastung für Ihre Katze.

Der größte Vorteil des Verfahrens ist der hohe Weichteilkontrast: Gehirn, Nervengewebe, innere Organe und Gelenke lassen sich mit einem MRT bei einer Katze deutlich genauer beurteilen als mit anderen Verfahren. Für Knochen oder die Lunge sind Röntgen und Computertomographie dagegen oft besser geeignet.

MRT, CT, Röntgen oder Ultraschall: Wo liegen die Unterschiede?

Jedes bildgebende Verfahren hat eigene Stärken. Welche Methode bei Ihrer Katze infrage kommt, hängt davon ab, welche Körperregion untersucht werden soll. Das Röntgen bei der Katze reicht oft für Knochen, die Computertomographie (CT) bei Katzen für Knochen und die Lunge. Für Weichteile und das Gehirn liefert das MRT besonders detaillierte Aufnahmen. Die Unterschiede im Überblick:

VerfahrenBesonders gut fürStrahlungKosten (reine
Untersuchung,
GOT 1- bis 3-fach)
RöntgenKnochen, Brustkorb,
schnelle Übersicht
ionisierende
Strahlung
ca. 27-110 €
UltraschallBauchorgane, Herz,
Echtzeitbilder
keineca. 59-177 €
CTKnochen, Lunge,
schnelle
Schnittbilder
ionisierende
Strahlung
ca. 350-1.500 €
MRTGehirn, Rückenmark,
Weichteile
keineca. 700-2.100 €

Wann ist ein MRT bei der Katze sinnvoll?

Ein MRT kommt meist dann zum Einsatz, wenn Röntgen oder Ultraschall keine eindeutige Diagnose liefern – vor allem bei Beschwerden, die Gehirn, Nerven, innere Organe oder Weichteile betreffen. Für die Katze bedeutet das in der Regel eine Überweisung an eine spezialisierte Tierklinik. Typische Einsatzgebiete eines MRTs bei Katzen stellen wir Ihnen im Folgenden vor:

Neurologische Erkrankungen: Krampfanfälle, Vestibularsyndrom und FIP

Bei wiederkehrenden Krampfanfällen, plötzlichen Gleichgewichtsstörungen (Vestibularsyndrom) oder Lähmungen kann ein MRT zeigen, ob ein Tumor, eine Entzündung oder eine Durchblutungsstörung im Gehirn dahintersteckt. Auch bei Verdacht auf eine FIP bei der Katze, die Gehirn oder Rückenmark betrifft, liefert die Untersuchung aussagekräftige Hinweise. Gerade für das Gehirn ist das MRT anderen Verfahren deutlich überlegen.

Chronischer Schnupfen, Nasen- und Mittelohrer­krankungen

Eine Besonderheit bei Katzen sind Erkrankungen im Kopfbereich. Ein chronischer Katzenschnupfen, der trotz Behandlung nicht abklingt, kann auf tiefer liegende Veränderungen in der Nasenhöhle hindeuten. Auch Polypen im Mittelohr, die vor allem bei jungen Katzen vorkommen, lassen sich per MRT genau darstellen. So erkennt die Tierärztin oder der Tierarzt, wie weit eine Veränderung reicht.

Wirbelsäule, Rückenmark und Weichteile

Bei Lähmungen, Schmerzen oder dem Verdacht auf eine Schädigung des Rückenmarks zeigt ein MRT der Wirbelsäule, ob und wo Nervengewebe eingeengt ist. Ebenso lassen sich Gelenke, Bänder und andere Weichteile sowie innere Organe beurteilen, wenn andere Verfahren keine klare Diagnose bringen.

Narkose beim MRT: Worauf es bei Katzen ankommt

Ein MRT bei der Katze ist nur unter Narkose möglich, denn Ihre Samtpfote muss vollkommen still liegen. Im Vergleich zu Hunden birgt die Narkose bei Katzen ein höheres Risiko für Komplikationen. Katzen reagieren empfindlicher auf die Medikamente, kühlen schneller aus und leiden häufiger an unentdeckten Vorerkrankungen wie Nieren- oder Schilddrüsenproblemen. Deshalb ist eine Narkose bei der Katze immer sorgfältig vorzubereiten.

Vor dem Eingriff steht daher meist ein Blutbild, um die Narkosefähigkeit zu prüfen. Zudem sollte Ihre Katze rund 12 Stunden vorher nüchtern sein. Während der Narkose überwacht das Tierarztteam Kreislauf und Atmung kontinuierlich. Die Risiken sind bei gesunden Katzen gering, sollten aber vorab mit der Tierärztin oder dem Tierarzt besprochen werden.

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Zu einem MRT gehören nicht nur die eigentlichen Aufnahmen, sondern auch Voruntersuchungen, Narkose und Überwachung. Die über petolo verfügbaren Katzenkrankentarife übernehmen die Kosten für medizinisch notwendige Untersuchungen und Behandlungen je nach Tarif bis zum 4-fachen Satz der GOT.

Ablauf und Vorbereitung: So läuft das MRT bei der Katze ab

Am Untersuchungstag wird Ihre Katze zunächst untersucht und auf die Narkose vorbereitet. Die Dauer des MRTs richtet sich nach der zu untersuchenden Körperregion und liegt meist zwischen 30 und 60 Minuten. Bei Bedarf wird zusätzlich ein Kontrastmittel über die Vene gegeben, um bestimmte Gewebe oder Veränderungen besser sichtbar zu machen. Ein Mikrochip ist dabei in der Regel kein Hindernis, kann das Bild aber an einer kleinen Stelle stören – die Klinik berücksichtigt das. Nach dem Aufwachen bleibt Ihre Katze noch zur Beobachtung, bevor sie meist am selben Tag wieder nach Hause darf.

Zu Hause braucht Ihre Katze einen ruhigen, warmen Platz, bis die Narkose vollständig nachgelassen hat. Freigängerkatzen sollten mindestens einen Tag drinnen bleiben, damit sie sich sicher erholen können.

Was kostet ein MRT bei einer Katze?

Geldscheine liegen auf einer Tierarztrechnung

Die Kosten für ein MRT bei einer Katze richten sich nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Für die reine Aufnahme rechnen Tierärztinnen und Tierärzte den 1- bis 3-fachen Satz ab. Im Regelfall wird der 2-fache Satz berechnet, bei außergewöhnlichem Aufwand kann der Gebührensatz bis auf das 5-Fache steigen. Der Preis für das MRT bei Ihrer Katze setzt sich aus mehreren Posten zusammen:

  • Allgemeine Untersuchung und Beratung: Die Tierärztin oder der Tierarzt schätzt ein, ob ein MRT nötig ist.
  • Voruntersuchung mit Blutbild: Damit wird geprüft, ob Ihre Katze narkosefähig ist.
  • Die MRT-Aufnahme: Sie kostet laut GOT zwischen 700 € (1-facher Satz) und 2.100 € (3-facher Satz), üblich ist der 2-fache Satz mit rund 1.400 €.
  • Narkose und Überwachung: Sedierung oder Vollnarkose samt Monitoring werden zusätzlich berechnet.
  • Kontrastmittel: Wird ein Kontrastmittel benötigt, erhöht das die Rechnung.
  • Befundung: Die fachärztliche Auswertung der Bilder kommt zu den Kosten hinzu.

Wie hoch die Rechnung ausfällt, hängt vor allem vom Umfang ab. Ein einzelnes MRT am Kopf der Katze, etwa zur Abklärung von Krampfanfällen, ist günstiger als die Aufnahme mehrerer Körperregionen oder eine Untersuchung mit Kontrastmittel. Unterm Strich liegt ein MRT bei der Katze damit in der Praxis meist im vierstelligen Bereich. Einen Überblick über weitere typische Tierarztkosten bei der Katze finden Sie in unserem Ratgeber.

Übernimmt die Katzenkranken­versicherung die MRT-Kosten bei der Katze?

Die über petolo verfügbare Katzenkrankenversicherung übernimmt die Kosten für medizinisch notwendige MRT-Untersuchungen. Berechnen Sie hier in wenigen Minuten, welcher Voll- oder OP-Schutz zu Ihrer Katze passt.

Ein MRT bei einer Katze kann schnell mehrere hundert bis über tausend Euro kosten. Mit einer Katzenkrankenversicherung lassen sich diese Ausgaben besser kalkulieren. Die über petolo verfügbare Katzenkrankenversicherung erstattet ein medizinisch notwendiges MRT als Heilbehandlung bis zum 4-fachen Satz der GOT – je nach Tarif bis zu 100 %.

Wählen Sie den Tarif, der zu Ihnen und Ihrer Samtpfote passt:

Die petolo Katzenkrankentarife im Überblick
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Alternativ zur Katzenkrankenversicherung können Sie über petolo auch einen eigenständigen Katzen-OP-Schutz abschließen. Ergibt das MRT, dass Ihre Katze operiert werden muss, übernimmt dieser ebenfalls die Kosten für medizinisch notwendige Operationen. Auch diagnostische Untersuchungen, die in direktem Zusammenhang mit dem Eingriff stehen, sind je nach Tarif mitversichert.

Zusätzlich ist in allen Tarifen eine kostenlose Videosprechstunde enthalten. Bei ersten Beschwerden können Sie so unkompliziert eine tierärztliche Einschätzung einholen, ohne direkt eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen zu müssen.

Fazit: Ein MRT bei der Katze bringt schnell Klarheit

Eine schlafende orangefarbene Katze erholt sich nach einer MRT-Untersuchung

Wenn Röntgen und Ultraschall nicht weiterhelfen, kann ein MRT wichtige Erkenntnisse liefern und Veränderungen an Gehirn, Nasenhöhle, Rückenmark oder Weichteilen sichtbar machen. Die vergleichsweise hohen Kosten beim MRT der Katze entstehen vor allem durch die notwendige Narkose und die aufwendige Gerätetechnik. Dafür ermöglicht die Untersuchung oft eine präzise Diagnose.

Damit eine solche Rechnung nicht zur Belastung wird, lohnt sich eine frühzeitige Absicherung. Die über petolo verfügbaren Katzenkrankentarife übernehmen ein medizinisch notwendiges MRT und unterstützen Sie bei vielen weiteren Behandlungen – von der Diagnose bis zur Genesung.

Häufig gestellte Fragen zum MRT bei der Katze

Wird meine Katze beim MRT narkotisiert?

Ja, ein MRT bei Katzen ist nur unter Narkose möglich. Das Tier muss während der gesamten Untersuchung vollkommen still liegen, was es wach nicht zuverlässig tut. Je nach Klinik und Tier reicht eine tiefe Sedierung, häufig ist jedoch eine Vollnarkose nötig.

Wie lange dauert ein MRT bei der Katze?

Die reine Aufnahme dauert je nach Körperregion 30 bis 60 Minuten. Mit Vorbereitung, Narkose und Aufwachphase sollten Sie für den gesamten Termin in der Tierklinik aber mehrere Stunden einplanen.

Kann jede Katze ein MRT bekommen?

Grundsätzlich ja, sofern die Katze narkosefähig ist. Das wird vorab mit einem Blutbild geprüft. Ein Mikrochip ist meist kein Problem, größere Metallimplantate können dagegen gegen ein MRT sprechen – das klärt die Tierklinik im Vorfeld.

Was ist besser: CT oder MRT bei der Katze?

Das hängt davon ab, welche Körperregion untersucht werden soll. Ein CT ist schnell und eignet sich besonders für Knochen und die Lunge. Ein MRT liefert die besten Bilder von Gehirn, Rückenmark und Weichteilen und arbeitet mit Magnetfeldern statt mit Röntgenstrahlen. Welches Verfahren für Ihre Katze sinnvoll ist, entscheidet die Tierärztin oder der Tierarzt.

Was kostet ein MRT am Kopf der Katze?

Ein MRT am Kopf der Katze, etwa zur Abklärung von Krampfanfällen, gehört zu den häufigsten Einsatzgebieten. Für die reine Aufnahme sind nach GOT 700 € bis 2.100 € üblich. Narkose und Kontrastmittel erhöhen die Kosten zusätzlich.

Quellenangabe:

Behandlungen

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